Roguelike Report #3

News

Rogue Survivor – Alpha 6.1
Ein kleines Update gab es dieser Tage für das – im ersten Report vorgestellte – Zombie-Roguelike. Enthalten sind vor allem ein paar kleinere Bugfixes und Gameplay-Feinheiten.

Tales of Maj’Eyal – Beta 26
Auch ToME hat ein Update erhalten und der zugehörige Changelog ist ziemlich ausladend. Neben zahlreichen Bugfixes, Balance-Feintuning und kleinen Interface-Verbesserungen gibt es auch viele inhaltliche Erweiterung. Da will in nächster Zeit so einiges ausgelotet werden.
Kurz nach dem Erscheinen von Beta 26 wurde übrigens Beta 26b nachgeschoben, da es wohl in der ersten Version einen schwereren Bug gab.

Ersteindrücke

HeroQuest

Die wenigsten werden vielleicht noch das originale Brettspiel kennen, auf dem dieses Spiel basiert. Ich selbst habe es in grauer Vorzeit (okay, vielleicht Ende der 90er) ab und an gespielt und daher kamen einige nostalgische Gefühle beim Entdecken dieses PC-Remakes auf. Mit bis zu vier Helden streift ihr durch von Orks, Untoten und anderen Monstern bevölkerte Dungeons auf der Suche nach allerlei Reichtümern. In jeder Runde haben eure Charaktere dabei eine bestimmte Zahl an Bewegungspunkten und können eine Aktion (z.B. Angreifen) ausführen. Zwei Spielmodi werden angeboten: Der Quest-Modus, in dem ihr vorgefertigte Quests (auf der HP gibt es dank mitgeliefertem Editor zahlreiche) durchspielt und den Magic-Dungeon-Modus, in dem echtes Roguelike-Feeling aufkommt. In letzterem werdet ihr nämlich alleine in einen zufallsgenerierten Dungeon mit mehreren Ebenen geworfen und versucht eben, so lange zu überleben, wie möglich (Permadeath lässt grüßen).
Natürlich habe ich mich über das Spiel gefreut, das doch sehr nahe an der Brettspielvorlage ist, weshalb mir viele Sachen gleich vertraut vorkamen. Objektiv betrachtet gibt es aber doch zahlreiche Macken (sehr hartes Balancing im Random-Dungeon; Rundenmodus hätte eher an ein Roguelike angepasst werden können, denn was auf dem Brett funktioniert, muss nicht auch auf dem PC gut sein) und die Motivation lässt recht schnell wieder nach. Leider wird das Spiel scheinbar auch nicht mehr weiterentwickelt. Einen Blick ist es dennoch wert – gerade auch aus nostalgischen Gründen.
Ersteindruck: @@

Spelunky

Auf den ersten Blick erinnert Spelunky eigentlich eher an das gute alte Rick Dangerous: Man springt und rennt als Höhlenforscher durch mit Fallen und fiesem Getier gespickte Levels auf der Suche nach möglichst wertvollen Schätzen, wobei einem als Hilfsmittel dabei in erster Linie Bomben (die Wände und Böden sind beliebig sprengbar)  und Seile zur Verfügung, später auch diverse andere Items. Auf den zweiten Blick jedoch weist es auch einige klassische Roguelike-Charakteristika auf, die es durchaus für diesen Report qualifizieren. So werden die aus Tiles aufgebauten Levels bei jedem Neustart (und das werden viele sein) zufallsgeneriert und auch der Schwierigkeitsgrad ist – unter anderem dank Permadeath – enorm hoch. Natürlich kommt es bei dem Spiel auch auf klassische Jump-and-Run-Geschicklichkeit an, was bei Roguelikes normalerweise (Stichwort: rundenbasiert) gar keine Rolle spielt.
Vielleicht könnte man Spelunky ein „Jump-and-Rogue“ nennen, in jedem Fall entwickelt es ein gewaltiges Suchtpotenzial und treibt trotz (oder gerade wegen) zahlreicher schneller Tode immer wieder zum Neustart an, um doch irgendwann den eigenen Rekord an gefundenen Schätzen, gemeuchelten Gegnern oder geretteten Gefangenen einzustellen. Das Spiel ist übrigens mittlerweile auch in einer grafisch aufgemotzten Variante auf der XBOX zu haben (dort allerdings nicht kostenfrei).
Ersteindruck: @@@@

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