Roguelike Report #23

News

DoomRL – 0.9.9.6 in einem Monat

  • Die erste offizielle Version mit standardmäßig enthaltenen Grafiken soll bereits in etwa einem Monat erscheinen. Eine erste Betaversion wurde jüngst Premium-Mitgliedern des Forums (sprich: Spendern) zugänglich gemacht, beinhaltet allerdings noch nicht die als nächstes geplante Komplettüberholung des User-Interfaces. Ansonsten macht die Tile-Variante aber bereits jetzt einen recht runden und spaßigen Eindruck, vor allem in Verbindung mit den druckvollen HD-Soundeffekten und Musiken. Durch ein grafisches Interface und eine verbesserte Steuerung könnte das Spiel in Zukunft eventuell auch jenseits der Roguelike-Fangemeinde für Furore sorgen.

Roguelike Radio – Interview mit DarkGod

  • Nicolas Casalini, der Mann hinter ToME, erweist den Herren Gray und Yehieli in der 19. Episode des Roguelike-Podcasts die Ehre und lässt sich ausführlich (auch wenn es sicher noch viel länger hätte gehen können) zu  seiner persönlichen Historie, seinen größten Inspirationen, aktuellen und vergangenen Designentscheidungen in Sachen ToME4 und weiteren interessanten Dingen befragen. Nächste Woche soll es übrigens um den Zombie-Sandkasten Cataclysm gehen.

Zombocalypse – neues Zombie-Action-Roguelike in Arbeit

  • Jonathan Stickles Fox begann vor ein paar Wochen die Arbeit an einem weiteren Roguelike mit Zombiethematik. Das besondere an Zombocalypse ist jedoch die durch den genrefremden Einsatz von Echtzeit erzeugte Geschwindigkeit. Bisher sind lediglich grundlegende Mechaniken (in der Stadt bewegen, schießen, messern, sterben) implementiert, aber ein weiterer interessanter Ansatz in der mannigfaltigen Welt der Roguelike-Designs könnte hier in Zukunft seine würdige Ausformung finden – wöchentliche Updates sind geplant. Die aktuelle Version kann hier direkt im Browser gespielt werden (zum Bewegen Numpad, WASD oder Pfeiltasten; zum Schießen die Leertaste; weitere Hinweise hier).

Releases

Erfahrungsbericht

Ein taktisches Roguelike in klassischer Isoperspektive mit auf Touch-Bedienung ausgelegtem Interface wird seit einiger Zeit im Alleingang von Jeremy Jurksztowicz entwickelt: Mysterious Castle. Im Folgenden meine Erfahrungen mit der PC-Version (1.8) in der ersten Spielstunde.

Zunächst ist strategisches Kalkül gefragt: Es gilt, die bestmögliche Kombination dreier Charaktere für das Abenteuer auszuwählen. Ob Mensch, Elf, Zwerg, Oger oder Mischform, jede Rasse hat eigene Stärken und natürlich auch Schwächen. Hat man sich entschieden, darf durch ein paar Parameter wie der Häufigkeit des Auftretens von Pilzen, Früchten, Items und Gegnern noch die Weltengeneration – und damit der Schwierigkeitsgrad – beeinflusst werden.

Anschließend geht es auch schon direkt in die neue Welt. Ein erstes Austesten der Bedienung macht deutlich: Das Spiel macht einen aufgeräumten Eindruck. Per Pfeiltasten blendet man die wenigen notwendigen Menüs ein (Inventar, Zauber und Optionen), Befehle gibt man direkt per Mausklick. Sehr schnell wird man erste Pilze auf dem Waldboden ausmachen, die es zu sammeln gilt, denn mit ihrer Hilfe lassen sich Zauber für anstehende Gefechte vorbereiten (quasi die „Munition“). Früchte lassen sich wiederum zur Heilung des Heldentrios verwenden.

Der interessanteste Teil des Spiels dürften aber zweifellos die taktischen Kämpfe sein. Sobald Feinde in der Nähe sind, wird abwechselnd gezogen und es gilt die Situation zu beurteilen. Den Charakteren stehen neben den Zaubern – so sie welche beherrschen – diverse Spezialangriffe zur Verfügung, die allerdings den aktuellen Zug sofort beenden und keine weitere Bewegungsmöglichkeit lassen. Manchmal ist es daher durchaus sinnvoller, nur einen normalen Angriff zu landen und anschließend zurückzuweichen, um wiederum dem Feind in seinem Zug die Möglichkeit eines solchen „Special-Moves“ zu rauben. Darüber hinaus spielt auch das Terrain eine wichtige Rolle: Angriffe von höher gelegenen Positionen erhalten Boni, hiner Bäumen und Steinen kann sich verschanzt werden. Einen weiteren taktischen Kniff erhält das Spiel durch das Zaubersystem. Wie erwähnt kann nur eine begrenzte Zahl Zauber vorbereitet werden und es gilt überlegte Entscheidungen zu treffen, welcher Gegner direkt mit Blitzen attackiert, welche Feindesgruppe mit flächendeckenden Zaubern dezimiert und welcher übermächig scheinende Widersacher zur Vorbereitung der vorläufigen Flucht geblendet werden soll.

Daneben gibt es in der zufallsgenerierten Welt vor allem einige Schatzkisten zu entdecken, die stets mächtige Artefakte zur Verbesserung der Fähigkeiten oder zum Erlernen neuer Zauber enthalten. Auch einige NPCs, Gebäude und Dörfer sind bereits integriert, haben bislang (größtenteils) allerdings lediglich atmosphärischen (und natürlich im Kampf eventuell auch taktischen) Nutzen. Für die Zukunft ist eine große dynamische Welt mit Zufallsquests und immer neuen Herausforderungen angedacht, worüber der Entwickler auch seit einiger Zeit in seinem Blog philosophiert. Alles in allem macht Mysterious Castle aber bereits jetzt dank zugänglichem Interface, klarer Ideenumsetzung, hochspannenden Gefechten und schlicht seiner Einzigartigkeit im Roguelike-Umfeld einen sehr guten Eindruck.

3 Antworten zu Roguelike Report #23

  1. chaosforge sagt:

    Danke für die gute worte über DoomRL… 0.9.9.6 wird ein hit sein😉

  2. badukplayer sagt:

    Super Blog! Gefällt mir

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