Path of Exile: Free-to-Play-Revolution?

Seit wenigen Minuten ist Path of Exile in der offenen Betaphase angekommen und schickt sich an, den Action-RPG-Thron, den sich momentan Diablo 3 (Verkaufsschlager) und Torchlight 2 (Sieger der Herzen) teilen, im Sturm zu erobern. Warum? Das Spiel nimmt sich selbst sehr ernst und scheut nicht davor zurück, den Spieler vor schwierige Entscheidungen und offenkundig nach außen getragene Komplexität zu stellen. Ein erfrischender Unterschied zu den oft übersimplifizierten und auf bunte Knalleffekte ausgelegten Konkurrenten. Das Debüt von Grinding Gear Games versteht sich als Spiel von (Action-RPG-)Fans für Fans.

Doch es gibt noch einen weiteren guten Grund, warum Path of Exile vermutlich äußerst erfolgreich laufen wird: Es ist Free-to-Play, jedoch keinesfalls Pay-to-Win! Es ist komplett kostenlos zu spielen und es können – im Gegensatz zu so ziemlich allen anderen F2P-Titeln – keine Dinge erworben werden, die dem Käufer bzw. einem seiner Charaktere einen spielerischen Vorteil verschaffen.

Was kann denn  dann erworben werden? Lustige bis coole Pets, die einem – ohne zu kämpfen – nachlaufen, pompöse Effekte für Waffen und Rüstungen, alternative Skill-Animationen (z.B. lässt sich der Standard-Feuerball durch einen fliegenden Drachen ersetzen), Tänze etc. Die sinnvollsten dieser Micro-Transactions stellen wohl noch die zusätzlichen Truhenplätze bzw. Premium-Truhen für das (organisierte) Lagern von Gegenständen dar – obwohl man auch hier standardmäßig mit vieren solcher Slots bedacht wird und auch damit das komplette Spiel gut bestreiten kann. Auch zusätzliche Charakterslots lassen sich käuflich erstehen, jedoch sollten 90% aller Spieler mit den 24(!) anfänglichen auskommen.

Bei all diesem erstmals wahren Free-to-Play stellt sich die Frage, ob die Entwickler denn auf diesem Wege Geld verdienen können. Davon ist jedoch auszugehen. Immerhin haben ca. 200 Leute bereits 1000 $ für den Zugang zur geschlossenen Beta bezahlt, obwohl dieser auch für 15 $ zu haben war. Aber für einen Tausender gab es ein diamantenes Kiwi-Pet (yeah!), allerlei Schnickschnack und ein persönliches Unique-Item im Spiel. Grinding Gear Games setzt ganz auf die Qualität ihres Spiels, um die Leute zu Fans und damit zu willigen Käufern von (vor allem) optischem „Bling“ zu machen. Ob das funktionieren wird? Ich denke schon. Darüber hinaus keimt mit Path of Exile die Hoffnung auf eine neue Generation von Free-to-Play-Titeln, die viel weniger nach Abzocke (Pay-to-Win eben) aussehen als bisher.

Und hier noch der Open-Beta-Trailer, um die Wartezeit beim Download von den doch recht stark ächzenden Servern zu verkürzen!🙂

2 Antworten zu Path of Exile: Free-to-Play-Revolution?

  1. Rattatui sagt:

    Dieses Charakterdesign (also bei den Klassen und irgendwie auch bei den Monstern) ist irgendwie ziemlich lahm.

    Aber der Rest sieht richtig gut aus. Schöne Grafik und die Rüstungen scheinen auch sehr abwechslungsreich zu sein.

  2. Seth sagt:

    Mhjam, werde ich mir mal anschauen, danke für die news

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